Terminal.21

Blog

17.10.2014

Studie zur Analyse des sozialen Netzwerks in Halle geplant

Wir erhielten heute eine E-Mail mit der Bitte, uns als Teil der engagierten Öffentlichkeit in Halle an einer wissenschaftlichen Studie des europäischen Forschungsprojektes "Glamurs" zu beteiligen. Teil der Studie ist eine Analyse der sozialen Zusammenhänge mit dem Ziel, ein Verständnis der Vernetzung einzelner Initiativen und engagierter Menschen in Halle herzustellen.

Wir finden die Ziele dieser Studie höchst fragwürdig. Auch wenn die beteiligten Wissenschaftler die positiven Möglichkeiten einer solchen Analyse herauszukehren versuchen und im Einzelfall auch persönlich von einem solchen Nutzen überzeugt sind, halten wir die Gefahren einer Analyse sozialer Netzwerke für beunruhigend. Während auf Betreiben der EU massiv Datenbanken - angeblich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung - über weite Teile der Bevölkerung erstellt werden, während wieder und wieder der Versuch unternommen wird eine verdachtsunabhängige Voratsdatenspeicherung aller Bewegungen im Netz zu etablieren, während uns Geheimndienste unverholen und offensichtlich illegal überwachen, will uns ein von der EU betriebenes Forschungsprojekt nun erklären, dass es, Zitat: "sowohl für uns als auch für die Aktiven in Halle interessant sein könnte" die sozialen Netzwerke zu analysieren. Das glauben wir, zumindest aus Sicht der EU, gern.

Seit Jahren ist bekannt, dass eine Analyse der sozialen Zusammenhänge für effektive Angriffe auf die analysierten Netzwerke genutzt werden kann. Darüber hinaus ist eine Betrachtung der Ergebnisse einer öffentlich betriebenen Studie immer auch aus verschiedensten Blickwinkeln möglich. So werden dritte Akteure die entstehnde Datenbasis dankbar aufgreifen und nach eigenen Gesichtspunkten auswerten. Als Beispiel seien hier Studien von BP oder RWE genannt, die eine Ausforschung von Bürgerprotesten zum Ziel hatten.

Nun könnten wir uns zurück lehnen und von der Teilnahme an der Studie absehen. Leider bedarf es zur Erstellung einer umfassenden Analyse eines sozialen Netzes nicht der Mitarbeit aller betroffenen Einzelpersonen und Gruppen. Bereits wenige, in mehreren Initiativen aktive, Menschen, die zur Datenbasis einer solchen Analyse beitragen, können genügen, um ein umfassendes Bild des sozialen Netzwerkes entstehen zu lassen.

Wir bitten daher alle angesprochenen Vereine, Initiativen und Einzelpersonen von der Teilnahme an der Studie abzusehen und dafür Sorge zu tragen, verantwortungsvoll mit ihren sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen umzugehen. Auch wenn die anfragenden Studienleiter selbst vom Vorteil einer solchen Analyse im Sinne der gesellschaftlich analysierten Gruppe überzeugt sein mögen, halten wir die nachgelagerten Gefahren einer solchen Datenerhebung für enorm und unverantwortbar. Die EU mit all ihren Überwachungsprogrammen kann kein vertrauensvoller Partner in der Analyse unserer sozialen Strukturen sein.

 

22.04.2014

nichts dreht sich mehr ... im Netbook

Seit einiger Zeit bin ich im Besitz eines Nokia Netbooks.

Das Praktische an diesem ist, dass eine passive Kühlung für den Betrieb reicht.

Hinzu kommen ca. 6h Akkulaufzeit.
Wie so viele Dinge hat auch dieses Netbook einen Haken.
Die 1.8" Festplatte ist sehr langsam und dadurch, dass sie sich dreht auch das einzige Bauteil was bewegungsanfällig ist.

Umrüsten auf 1.8" SSD kam für mich nicht in Frage, da es sich preislich einfach nicht rechnet.

Ich hatte noch eine 64GB SSD von Samsung übrig.
Diese ist allerdings 2.5 Zoll groß.

Die Ausgepackte SSD Platine passt aber sehr gut zwischen die beiden Platinen des Netbooks.

Der Anschluss der HDD ist über einen Micro-SATA Anschluss geregelt.
Das SATA Datenkabel kann also einfach 1 zu 1 übernommen werden.
Ein kleines Problem stellt allerdings die Stromversorgung dar.

Die 1.8" Festplatte funktioniert mit 3.3V, die SSD braucht allerdings mindestens eine 5V Versorgung.
Laut Spezifikation soll der Micro-SATA Anschluss zwar auch 5V haben, die sind aber bei dem Netbook nicht auf dem Mainboard als auch nicht im Kabel durchgehend vorhanden.

Zu allen Geräten die Schaltungen beinhalten exestiert ein Schaltplan. Bei einem Notebook was von Compal für Nokia gebaut wurde ist die Chance hoch den auch im Internet zu finden.
Gesagt getan. Nach 10 Minuten ist die PDF mit allen Einzelheiten bei einer Suchmaschine gefunden (Stichwort "COMPAL LA-5301P NYU00").

Nach weiteren 3 Minuten muss man auch keine 5$ ausgeben.

Nun muss nur noch ein dünnes Kabel verlegt werden damit man 5V für die SSD bekommt.

 

Die Konfiguration funktioniert nun seit mehreren Monaten ohne Probleme.

 

-Markus-

26.12.2013

Raspberry PI, buildout und mr.developer

Wenn mal jemand mit einem Raspberry PI unter Arch Linux versucht die Buildout-Extension Mr.Developer zu nutzen und dabei folgenden Fehler fängt:

  UnicodeDecodeError: 'ascii' codec can't decode byte 0xc5 in position 3310: ordinal not in range(128)

...dann lohnt es sich, einfach mal die locales gerade zu ziehen, wie z.B. hier beschrieben: https://wiki.archlinux.de/title/Arch_Linux_auf_Deutsch_stellen

22.12.2013

30c3 Congress everywhere

Wie jedes Jahr findet der Chaos Communication Congress zwischen Weihnachten und Neujahr statt. Um allen Daheimbleibenden einen Blick in das dortige Geschehen zu ermöglichen, richten wir an allen 4 Kongresstagen [27.12.-30.12.2013] ein Public Viewing bei uns im Basislager ein

Wann genau wir was schauen, wird im Jabber-Chatraum [jabber: terminal21@conference.jabber.ccc.de] zu finden sein.

Infos zum 30C3:
http://events.ccc.de/
https://events.ccc.de/congress/2013/wiki/Main_Page
https://events.ccc.de/congress/2013/Fahrplan/schedule.html

16.12.2013

Techsupport für Subkulturen - ein Rückblick auf 2013

So wurde IT als ein Mittel der Kommunikation für Ausstellungen, Open Air Event und Festivals vielfältig eingesetzt. Neben dem Internet und Community Mediacenter auf der Fusion mit einer ordentlichen Portion Oasen-WLAN gab es auch dieses Jahr weitere Projekte.

So wurde in Halle wie gewohnt auch Radio Corax bei ihrem Open Air Event mit mehreren Servern und WLAN-Technik unterstützt um den Anforderungen gerecht zu werden.

Neu und spontan wurde ein eintäges Rock-Open-Air Festival in Süd-Brandenburg unterstützt, welches mit einem WLAN Mesh-Netzwerk inkl. Roamingfunktionalität die Anforderungen im Backoffice lösen konnte und mit einen gesponsorten WiFi-Access ins Internet seinen Weg fand.

Auch die Ausstellung Q.[art] erhielt technische Hilfeleistung. So wurde eine Videoecke und einen Schaufensterpräsentation mit Monitor und Raspberrys eingerichtet. Was auf den ersten Blick als einfache Aufgabe startete, endete in einer paar Stunden Py-Programmierung für ein Videostartskript unter XBMC. So konnte mit Verfügbarkeit der Stromversorgung alles vollautomatisch durchlaufen und in einem Dauerloop den Tag über ohne eingreifen alles abspielen. Wer Infos oder Bilder von der Ausstellung Q.[art] – what the ar_t?! sucht wir hier [www.kjupoint.wordpress.com] fündig.

 

An dieser Stelle ein Dank an die Veranstalter und das in uns gesetzte Vertrauen. Auch demnächst wird es mit Guerilla IT, 30C3 live streaming und mit SocialBar weitere spannende Themen geben.

Schaut unter Events oder besucht uns um vielleicht auch euer Projekt mit der passenden IT zu supporten.

Terminal.21 e.V. wünscht eine schöne Weihnachtszeit und eine guten rutsch!